Andreas Kropik
Infobox: Bauvertrag, Baukalkulation, Bauprojektmanagement

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Info Nr 13:

Geschäftsgemeinkosten und Baustellengemeinkosten versus Fertigungsgemeinkosten

 

Fertigungsgemeinkosten fallen wegen der Bereithaltung eine stationären Fertigungsstätte (Werkstatt) an. Im Rahmen der Baukalkulation spielen die Kosten der Vorfertigung bei einem geteilten Produktionsprozess eine Rolle. Bauteile (zB Stahlbau, Fassadenbau, Bau von Schaltschränken) werden in der Produktionsstätte vorgefertigt und anschließend auf einer Baustelle montiert.

Bei der Vorfertigung fallen Kosten an, die dem Produkt (zB der Tonne Stahlbauteil) direkt zugeordnet werden kann (Einzelkosten der Fertigung). Weiters fallen auch noch Kosten an, die nicht direkt zugeordnet werden können (Kosten der Halle, der Maschinen usw). Diese Gemeinkosten werden über einen Verteilungsschlüssel den verkaufbaren Leistungen zugerechnet.

Fertigungsgemeinkosten können nur auf die Einzelkosten der Vorprodukte bezogen werden, sie können aber auch auf die gesamte Leistung (inkl der Monage) bezogen werden. Der Kostenträger ist in der betrieblichen Kostenrechnung festzulegen.

Fertigungsgemeinkosten können auch in den Geschäftsgemeinkosten aufgehen.

Baustellengemeinkosten fallen wegen dem Betrieb einer Baustelle an.

Ein Verfahren für die Zuordnung finden sie hier …! (Tool Nr 04)

Informationen zu Geschäfts- und Baustellengemeinkosten finden sie hier!

Bei der Kalkulation der Personalkosten ist anzugeben, ob sich der ermittelte Personalpreis auf die Vorfertigung oder die Montage bezieht (K3-Blatt, Angabe im Blattkopf). Siehe dazu die Info zu den K-Blättern oder das K3-Kalkulationstool.

Weiterer Informationen

Sie auch Beispiel 02 in der Mittellohnpreisbroschüre für die Eisen und Metall verarbeitenden Gewerbe.

Allgemein zur Baukalkulation: Baukalkulation, Kostenrechnung und ÖNORM B 2061.

 

Beitrag vom 16.03.2022

Quicklinks

Die Baukalkulation und viele damit zusammenhängende Themen sind im Buch Baukalkulation, Kostenrechnung und ÖNORM B 2061 behandelt.

Das Thema Ausschreibung von Bauleistungen, Gestaltung von Verträgen und Fragen um gestörten Bauablauf, Mehrkostenforderungen etc sind im Buch (Keine) Mehrkostenforderungen beim Bauvertrag ausführlich, und mit vielen Beispielen sehr praxisnahe erklärt.

Eine Tool-Sammlung stellt nützliche Hilfen für Kalkulation und Nachtragsmanagement zur Verfügung. Ein für alle Branchen (Gewerbe, Kollektivverträge) verwendbares K3-Blatt-Kalkulationstool ist ebenfalls verfügbar.

Andreas Kropik

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